Wünsch dir was!

Rücksicht auf persönliche Bedürfnisse.

In kaum einer anderen Branche wird so viel Rücksicht auf persönliche Belange von Mitarbeitenden genommen wie in der Pflege. Ob Wunschzettel, Wunschbuch oder Rahmendienstplan: Hier wird geregelt, was geregelt werden kann. Und freie Zeit ist mit Geld häufig nicht aufzuwiegen.

gagpapd4460„Wünschen ist ein Anzeichen von Genesung und Besserung“ wusste schon Nietzsche. Das hat auch die Pflege erkannt und wird den Bedürfnissen von Mitarbeitenden gerecht. Der APD beispielsweise nimmt die individuellen Bedarfe seiner Beschäftigten in den Blick. Ob ein Arzttermin ansteht, ein Geburtstag oder ein privater Ausflug: Die Beschäftigten können ihre bevorzugten freien Zeiten und bevorzugten Dienste auf sogenannte Wunschzettel und in Wunschbücher eintragen. Individuelle Absprachen sind möglich, und Dienste können untereinander getauscht werden – egal ob man in einer Demenz-WG beschäftigt ist oder im ambulanten Dienst.

gagpshd6710Beim SHD in Gelsenkirchen gibt es  die sogenannte „Müttertour“, die den Pflegekräften mit Kindern oder Alleinerziehenden gibt, was sie benötigen: Einen späteren Dienstbeginn, nicht um 6:20 Uhr, sondern erst um 8 Uhr. Damit sie ihre Kinder in die Kita oder zur Schule bringen können. Eine feste Tour, die um 12 Uhr endet, damit sie rechtzeitig wieder zuhause sind.

Grundsätzlich bietet die ambulante Pflege wie beim APD interessante Dienstzeitmodelle an: Wer im Spätdienst arbeitet, beginnt um 13:30 Uhr und arbeitet bis 22 Uhr. Ideal für Nachteulen. Auch Teildienste wie der kleine Frühdienst und der kleine Spätdienst (von 16 bis 20:15 Uhr) sind möglich.

gagpshd7295Im stationären Bereich, also in Pflegeheimen, ist das nicht immer so einfach zu regeln. Viele Bewohner sind Frühaufsteher, und da muss die Pflege ab 6 Uhr bereit stehen. Doch es gibt durchaus auch einige Bewohner, die gerne mal etwas länger schlafen. Hat man in einem Wohnbereich mehrere Schlafmützen, dann kann eine Pflegekraft auch schon mal später anfangen.