Jimmy, der Therapiehund

Therapiebegleithunde erzielen bei ihren Einsätzen in Altenpflegeeinrichtungen positive Ergebnisse. Sie finden Zugang zu den Menschen, schenken Freude und wecken bei demenziell veränderten Menschen Erinnerungen.

Einen Hund an seiner Seite zu haben ist eine angenehme Sache. Das dachte sich auch Kristina Tourgman, als sie sich wieder einen neuen Vierbeiner anschaffen wollte. Umso angenehmer, wenn man den Hund mit zur Arbeit nehmen kann. Kristina Tourgman arbeitet im Sozialen Dienst des Haus Abendsonne in Recklinghausen.

Lebensfreude auf vier Beinen

Hunde sind in Einrichtungen der Altenpflege häufig gern gesehen, denn sie tragen zum Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner bei. Gesagt, getan: Jimmy, ein amerikanischer Collie, war ab sofort auf vier Pfoten im Haus Abendsonne in Recklinghausen im Einsatz.

Im Rahmen einer Qualitätsprüfung im Haus Abendsonne wurde auch darüber gesprochen, ob Jimmy eine Gefahr für Bewohnerinnen und Bewohner darstellen könnte. Wer Jimmy kennt, der weiß, dass ein amerikanischer Collie ein sanftes Wesen hat. Hinzu kommt auch, dass diese Rasse sehr gut als Therapiebegleithund eingesetzt werden kann. Jimmy ist  lieb und freundlich und bewertet nicht. Er schenkt den Bewohnerinnen und Bewohnern Ruhe, Freude und bekommt dafür jede Menge Streicheleinheiten.

Als Lohn erhält Jimmy Wurmkuren und Impfungen

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Therapiebegleithunde bei ihren Einsätzen erstaunlich positiv auf Menschen wirken. Das erkannte auch das Haus Abendsonne und entschied, Jimmy auf Kosten des Trägers, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Recklinghausen, zum Therapiebegleithund ausbilden zu lassen. Jimmy erlernte und verfeinerte den Umgang mit Menschen in besonderen Situationen, etwa mit demenziell veränderten Menschen, mit Personen mit einer Behinderung, mit Bettlägerigen. Jimmy bestand alle Prüfungen und geht seither fünf Tage in der Woche arbeiten. Als Lohn erhält er regelmäßige Impfungen, Zahnpflege und Wurmkuren.

In der Ausbildung lernte Kristina Tourgman die besondere Kommunikation mit ihrem Hund und welchen Dienst er den Bewohnerinnen und Bewohnern erweisen kann. So ist er häufig bei bettlägerigen Personen tätig und holt sich seine Streicheleinheiten ab. Außerdem bereichert er die regelmäßig stattfindende Gymnastikrunde und wird in die Übungen eingebunden. „Jimmy zaubert den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Lächeln ins Gesicht. Er weckt Erinnerungen an eigene Haustiere – und die Streicheleinheiten tun beiden Seiten sehr gut“, berichtet Kristina Tourgman strahlend.

Jimmy und Kristina Tourgman – ein unschlagbares Team!