Mir fehlte das Menschliche

Als Kind verarztete  Jana Besner ihre Puppen, und da wusste ihre Mutter: Sie wird später ihren Beruf in der Pflege finden.

Mit  dem Hautschulabschluss in der Tasche machte Jana Besner eine Ausbildung zur Konditorin. Doch sie merkte schnell, dass das gar nicht ihr Ding war. Obwohl sie nicht gerne lernte, drückte Frau Besner nochmal die Schulbank und schloss die Schulzeit mit der Fachoberschulreife ab.

Da verarztete sie schon lange keine Puppen mehr…jedoch der Wunsch, als Krankenschwester zu arbeiten verfestigte sich. So entschied sich Jana Besner für ein Praktikum im Krankenhaus. Das war nicht so ganz das, was sie sich vorgestellt hatte, denn: „Mir fehlte das Menschliche“, sagt sie rückblickend – und machte danach ein Praktikum im Altenheim. „In der Altenpflege hat man einen engen Bezug zu den Bewohnern.“ Das war neben dem medizinisch-fachlichen Anteil genau das, was ihr gefiel. Sie bewarb sich im Theodor-Fliedner-Haus für einen Ausbildungsplatz.

Gehalt kommt pünktlich – und 30 Tage Urlaub gibt es auch

Nach einer dreijährigen Ausbildung hatte Frau Besner ihr Examen als Pflegefachkraft in der Tasche. Im Theodor-Fliedner-Haus in Herten ist sie sehr glücklich. „Ich habe tolle Chefs, super Kollegen. Die Arbeit macht mir großen Spaß.“ Außerdem hat sie in Gesprächen mit Mitschülerinnen festgestellt, dass nicht jeder Arbeitgeber pünktlich das Gehalt überweist; von 30 Tagen Urlaub im Jahr mal ganz zu schweigen.

Die Zukunft fest im Blick

Über ihre Zukunft sagt sie: „Mir ist klar, dass die Altenpflege ein sehr anstrengender Beruf ist. Daher denke ich, dass man ein Ass im Ärmel haben sollte. Ich möchte sicherlich später nicht ganz aus dem Pflegebetrieb aussteigen, aber irgendwann gerne als Wohnbereichsleitung arbeiten. Da muss man körperlich nicht mehr schwer arbeiten und hat so etwas wie einen Bürojob.“