Pflege integriert!

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Das Serbien-Projekt des APD

Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, es gibt so gut wie keine Pflegefachkräfte auf dem deutschen Markt. Viele Unternehmen jammern. Der APD nicht. Er tut was, um den permanenten Bedarf zu stillen.

Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit, dem Gesundheitsamt und der Wirtschaftsförderung hat der größte private Pflegedienst Gelsenkirchens eine Initiative gestartet, um zunächst 22 Pflegefachkräfte aus dem EU-Anwärterland für eine Tätigkeit in der Emscherstadt zu gewinnen. APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau: „Wir haben intensiv in Gelsenkirchen und im Ruhrgebiet nach Fachkräften gesucht, doch der Markt ist wie leergefegt. Auch unsere Ausbildungsbemühungen reichen nicht aus. In Serbien dagegen suchen Tausende von hochqualifizierten Fachkräften eine Beschäftigung. Deshalb haben wir uns entschlossen, ihnen einen guten und sicheren Weg in den deutschen Arbeitsmarkt zu eröffnen.“

„Wir kümmern uns“

So baute eine Agentur in Serbien im Auftrag des APD ein Netzwerk auf, um Personal für den APD anzuwerben. 22 Personen sind seit Herbst 2015 in Gelsenkirchen angekommen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie fühlen sich gut aufgehoben und gut integriert. Nikola Jovedic (26) absolviert beim APD sein Anerkennungsjahr, läuft  als Praktikant mit und holt fachliche Defizite auf. „In Serbien konnte ich keinen Job als Krankenpfleger finden. Deshalb habe ich mich beim APD beworben. Ich finde das hier alles schön und interessant. Ich habe während meiner Zeit hier schon sehr viel gelernt, sowohl in der Praxis als auch sprachlich. Mein Deutsch ist schnell viel besser geworden, und ich fühle mich hier gut aufgehoben.“ Seine Eltern haben ihn sehr unterstützt und ermutigt, dass er den Schritt nach Deutschland wagt. „Wir skypen fast täglich miteinander“, berichtet Nikola Jovetic.

Arbeitsplatzzusage für alle

„Wir kümmern uns“, berichtet Björn Schulte, stellvertretender Pflegedienstleiter beim APD. „Wir sorgen dafür, dass die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Serbien einen guten Start hier haben. Wir haben Wohnungen und Möbel zur Verfügung gestellt. Wir haben uns gekümmert, dass die Termine bei den Behörden vereinbart und von uns begleitet werden, Stichwort Ausländerbehörde. Außerdem begleiten wir die Mitarbeitenden beispielsweise zu Krankenkassen und Banken.“ Alle 22 Personen haben eine Arbeitsplatzzusage, natürlich unter der Voraussetzung, dass sie die Anpassung erfolgreich abschließen. Alle sind auf einem guten Weg, wir erhalten sehr gute Rückmeldungen auf den Partnereinrichtungen, in denen die Praktika durchgeführt werden.“

Für den APD ist das Serbien-Projekt so erfolgreich, dass das Unternehmen zukünftig diese Form der Personalgewinnung als festen Bestandteil in seine Personalarbeit aufnimmt.