Immer höher aufs Treppchen

…und kein Ende in Sicht.

Artjom Schröder sammelte während seiner Schulzeit Praktikumserfahrung in Kindertagesstätten und in der Jugendarbeit. Während seines Zivildienstes lernte er die Arbeit mit alten, pflegebedürftigen Menschen kennen – und schätzen. Heute ist er Wohnbereichsleiter.

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Die Neugier auf Menschen und ein großer Wissensdurst sind Artjom Schröders Antreiber. Er hatte immer schon Freude an der sozialen Arbeit. Er lernte während seiner Schulzeit in verschiedenen Praktika die Arbeit mit Kindern kennen und war ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig. Seinen Zivildienst absolvierte Artjom Schröder im Altenzentrum Kray. Hier lernte er die Altenpflege kennen und schätzen.

Es kommt immer anders als man denkt

gagpsm4426Nach der Zivildienstzeit blieb er vorerst in Kray. „Eigentlich wollte ich Sozialpädagogik studieren. Die damalige Praxisanleiterin fragte mich, ob ich Lust hätte, in die Altenpflege hineinzuschnuppern. Ich habe es auf einen Versuch ankommen lassen und schnell gemerkt, dass mir die Altenpflege großen Spaß bereitete“, erzählt Herr Schröder und erklärt das so:„Ich arbeite lieber mit alten als mit jungen Menschen, weil mein persönlicher Wissensdurst besser bedient wird. Ich höre den Geschichten gerne zu und habe Respekt vor der Lebenserfahrung alter Menschen. Die Arbeit mit ihnen hat mich geprägt und meine Denk- und Verhaltensweisen verändert.“

Daraufhin entschied er sich für eine Ausbildung zur Pflegefachkraft. Seine Zeit bis zum Start der Ausbildung überbrückte Artjom Schröder als angelernte Pflegehilfskraft. „Der Wissensvorsprung half mir, die Ausbildung gut zu bewältigen,“ berichtet er.

Gleicher Träger, mehr Verantwortung

gagpsm4341Nach dem Examen wechselte Herr Schröder als Pflegefachkraft ins Seniorenzentrum Margarethenhöhe. „Hier lernte ich in der Praxis viel über Wunden und auch über Krankheiten, mit denen ich bei den Bewohnern in Kray bis dato nie konfrontiert wurde“, berichtet er. Sein Wissensdurst meldete sich wieder, und Artjom Schröder war bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Innerhalb der Einrichtung bewarb er sich auf eine Stelle als Wohnbereichsleitung und bekam die Zusage. Voraussetzung hierfür ist eine Weiterbildung. Die Kosten hat der Arbeitgeber, das Diakoniewerk Essen, übernommen. „Eine Weiterbildung kostet viel Geld. Das könnte ich mir als jemand, der eine Familie zu versorgen hat, kaum selbst leisten.“ Seit Anfang 2016 leitet er ein Team von 18 Mitarbeitenden.

Pflegefall Dienstplangestaltung

gagpsm4206Zu den Aufgaben der Wohnbereichsleitung gehört beispielsweise die Dienstplangestaltung. Und die ist nicht ohne: Es dauert rund zwei Tage, bis ein solcher Plan steht. Außerdem gilt es, Pflegedokumentationen zu überwachen, vieles zu organisieren und gleichzeitig Konfliktlöser und Motivator für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sein. Doch nicht nur intern muss Herr Schröder einen reibungslosen Ablauf sicherstellen, sondern auch Vertrauen bei den Angehörigen der Bewohnerinnen und Bewohner aufbauen. „Angehörige kommen häufig mit Erwartungen in die Einrichtung, die wir gar nicht erfüllen können, denn wir haben uns innerhalb wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu bewegen. Das ist oft schwer zu vermitteln. Herrn Schröder gelingt das. Er ist sehr zugewandt und schafft es, dass erst gar keine Konflikte mit Angehörigen aufkommen“, erläutert Bettina Mayer, Einrichtungsleiterin im Seniorenzentrum Margarethenhöhe.

Guter tarif, gute altersvorsorge

Über seinen Arbeitgeber, das Diakoniewerk Essen, sagt Artjom Schröder: „Ich bin sehr zufrieden. Man bekommt beispielsweise durch die Mitarbeiterzeitschrift viel mit, was im Unternehmen passiert. Ganz wichtig finde ich den guten Tarif und die betriebliche Altersvorsorge. Über die Rente macht man sich als junger Mensch keine Gedanken, doch man stellt schnell fest, wie wertvoll die Zusatzversorgung ist.“

Kein Ende in Sicht

In acht Jahren wird ein Wechsel der Heimleitung anstehen, da diese in den Ruhestand gehen wird. Eine Option für Herrn Schröder? „Ich weiß nicht, ob ich mir das antun möchte“, sagt er lachend. Interessieren würde es ihn auf jeden Fall. Um dies herauszufinden, bietet das Diakoniewerk Essen ein internes Qualifizierungsprogramm an. Unter dem Motto „Fit für Führung“ können sich Interessentinnen und Interessenten im Rahmen eines Traineeprogramms in Leitungsaufgaben erproben. Eine gute Gelegenheit für Herrn Schröder, um behutsam zu entscheiden, welcher Weg zu ihm passt.

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