Familienfreundlichkeit ist Trumpf

Alisa Gojkovic ist mit Herz und Seele Betreuungskraft.

Während ihrer Jobsuche lernte Alisa Gojkovic (42) den Gelsenkirchener SHD kennen. Sie bewarb sich als Betreuungskraft für eine Demenz-Wohngemeinschaft und bekam zunächst die Möglichkeit, in den Betrieb hineinzuschnuppern. Das Team und das Arbeitsklima haben ihr auf Anhieb gut gefallen. 

Einen Stolperstein gab es für Alisa, und der war nicht ohne: Als alleinerziehende Mutter eines Sohnes kann sie keine Nachtschichten machen, da sie niemanden hat, der in dieser Zeit bei ihrem Kind ist. Für den SHD war das überhaupt kein Problem. Man bot ihr eine Stelle an – ohne Nachtdienste.

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Geld ist nicht alles

Seit vier Jahren arbeitet Alisa Gojkovic nun als Betreuungskraft beim SHD. „Ich bin mit Herz und Seele dabei und habe mich in diesem Beruf gefunden“, berichtet sie. Es gab auch Angebote von anderen Arbeitgebern aus der Pflege. Doch die hat sie abgelehnt. „Ich könnte woanders teilweise mehr verdienen. Aber ich fühle mich hier sehr wohl. Geld ist nicht das Wichtigste im Leben. Die Zufriedenheit im Job und der Zusammenhalt beim SHD haben für mich einen hohen Stellenwert.“

8 Stunden täglich mit demenzkranken Menschen – ist das nicht anstrengend?
Die Arbeit mit demenziell veränderten Menschen macht ihr große Freude. Frau Gojkovic empfindet ihre Tätigkeit nicht als anstrengend – trotz einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden. Sie geht auf die Bedürfnisse der Mieterinnen und Mieter ein und hat eine klare Einstellung zu ihrem Beruf. „Diese Menschen brauchen unsere Hilfe“, sagt sie. Sie kann gut damit umgehen, wenn Mieter weglaufen wollen oder zig Mal dasselbe fragen. „Dann denke ich mir Geschichten aus, die die Menschen ablenken und sie beruhigen“, berichtet Frau Gojkovic. „Ich arbeite lieber mit 10 demenziell erkrankten Menschen als mit 10 Kleinkindern“, sagt die Mutter eines Kindes lachend.

Trumpfkarte Familienfreundlichkeit

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Die gelernte Chemikerin, die in Bosnien aufgewachsen ist, bekam von ihrem Arbeitgeber die Möglichkeit, sich im Bereich der Behandlungspflege fortzubilden. Die Fortbildung umfasst 160 Stunden und ein dreimonatiges Praktikum. Mit dieser Zusatzqualifikation darf sie beispielsweise Insulinspritzen geben und die Mieter mit den benötigten Medikamenten versorgen, außerdem misst sie regelmäßig Blutdruck und Blutzucker.

Sie bekam im Laufe der Zeit immer mehr Verantwortung übertragen. Mittlerweile ist Alisa Gojkovic eine von zwei leitenden „Kümmererinnen“ in der WG. „Ich möchte nichts anderes mehr machen“, sagt Frau Gojkovic zufrieden.

Was kann man als Betreuungskraft beim SHD verdienen?
Bei einer Vollzeittätigkeit beträgt der monatliche Verdienst bei rund 1.700 EUR plus Zulagen für Sonn- und Feiertagsarbeit, Zusatzqualifikationen werden ebenfalls zusätzlich honoriert. Überstunden können auf Wunsch ausbezahlt werden oder als Freizeitausgleich genommen werden.

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